Luftporenbeton

Ermittlung und Bedeutung des Luftporengehalts

Der Luftporengehalt im Beton ist ein entscheidender Faktor für die Dauerhaftigkeit. Er wird maßgeblich durch den Einsatz von Luftporenbildnern beeinflusst und bestimmt den Frost- und Tausalzwiderstand. Eine optimale Menge und Verteilung von Mikroluftporen sorgt dafür, dass Spannungen aus Frost-Tau-Wechseln abgebaut werden können – der Beton bleibt langlebig und beständig.

Überwachungspflichtiger Beton – Prüfung vor Ort

Da es sich hierbei um überwachungspflichtigen Beton handelt, messen und bestimmen wir den Luftporengehalt bereits baubegleitend beim Einbau direkt vor Ort. So können wir frühzeitig auf Abweichungen reagieren. Probekörper können zusätzlich hergestellt werden, um diese später für weiterführende Laboranalysen – wie Luftporenauszählungen – zu nutzen.

Optimierung des Luftporengehalts

Die Ermittlung erfolgt sowohl im Frischbeton nach DIN EN 12350-7 (Druckausgleichsverfahren) als auch im Festbeton. Entscheidend sind dabei Menge, Größe und Verteilung der Mikroporen:

  • Zu geringe Luftporenmenge → mangelnde Frost- und Tausalzbeständigkeit, erhöhte Riss- und Schadensgefahr.
  • Zu hoher Luftporenanteil → verminderte Druckfestigkeit, eingeschränkte Tragfähigkeit.

Der Abstandsfaktor – Ein Schlüsselkriterium

Neben der Porenmenge ist auch der Abstandsfaktor entscheidend. Er beschreibt den mittleren Abstand der Poren und zeigt, wie effektiv der Beton Frost- und Tausalzbeanspruchungen standhält.

  • Grenzwert nach DIN EN 480-11: Abstandsfaktor ≤ 0,20 mm
  • Mikroluftporengehalt (≤ 0,3 mm): mindestens 1,5 Vol.-%

Nur wenn beide Kriterien erfüllt sind, ist die geforderte Frost- und Tausalzbeständigkeit gewährleistet.


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